Einsatzbericht

Datum Beginn Ende
12.06.2006-13.06.2006 20:25 Uhr 13.06.2006, 21:00 Uhr
Alarmstufe Personal Fahrzeuge
3 35 LF 16/12, LF 8

Zum dritten Mal innerhalb weniger Monate (nach den Grossbränden in Schilchau und der Ziegelei) muss wieder die Alarmstufe 3 für unsere Wehr ausgelöst werden. Aus bisher noch ungeklärter Ursache brannte es in einem von zwei Firmen benutzen Gebäude im Gewerbegebiet in Eiselfing. Vermutlich aufgrund eines Missverständnisses bei der Meldung des Brandes wird jedoch zunächst die FF Wasserburg alarmiert. Deren Kommandant erhöht jedoch nach dem sich ihm bietendem Anblick sofort auf die höheren Alarmstufen. Die Feuerwehr Aham befand sich zum Zeitpunkt des Ausbruchs an unserem Feuerwehrhaus in Eiselfing bei einer Übung. Als wir am Einsatzort eintrafen, sind deswegen schon Wasserburg und Aham vor Ort und mit den ersten Arbeiten beschäftigt. Kurz nach der Ankunft detonierte die erste von mehreren Gasflaschen mit lautem Knall und zwang uns in grösserer Enfernung von Brandobjekt mit dem Aufbau zu beginnen. Durch die ständige Explosionsgefahr konnte am Anfang nur aus der Deckung mit Wasserwerfern gearbeitet werden. Erst einige Zeit später konnte der gezielte Löschangriff von beiden Seiten des Gebäudes vorgenommen werden. Dieser zeigte auch schnell Wirkung und weitere Explosionen konnten verhindert werden. Wegen der sehr starken Rauchentwicklung wurde die Bevölkerung in Windrichtung mit Radiodurchsagen dazu aufgefordert Fenster und Türen zu schliessen. In der näheren Umgebung wurde zusätzlich mit Lautsprechern darauf hingewiesen. Messungen in der Rauchwolke ergaben jedoch keine konkrete Gefährdung, alle Grenzwerte wurden nicht überschritten. Durch den extrem hohen Wasserbedarf bei diesem Einsatz brach das Hydrantennetz immer wieder zusammen. Aus diesem Grund wurde beschlossen, eine Leitung vom Eiselfinger See, einem wohl wirklich "unerschöpflichen" Wasserreservoir, zu erstellen. Als diese Leitung unsere Wasserversorgungsprobleme gelöst hatte, konnte das Feuer endgültig niedergeschlagen werden. Paralell zu dem Aussenangriff, wurde auch unter Atemschutz ein Innenangriff in die Büroräume im nördlichen Teil des Gebäudes unternommen. Dieser diente jedoch hauptsächlich zur Kontrolle und zum Schutz der Brandschutzmauer, welche der extremen Belastung jedoch standhielt und dieser Teil des Gebäudes "nur" verraucht und verrusst wurde.
Viele der beteiligten Feuerwehren konnten nach der Lagemeldung "Feuer aus" wieder abrücken. Zusammen mit unserer Nachbarwehr Aham übernahmen wir die Brandwache bis zum nächsten Morgen. Am folgenden Tag wurden dann noch die letzen Glutnester abgelöscht, was erst mit Hilfe des auch schon in der Nacht benutzten Baggers möglich wurde. Nach Rückkehr zum Feuerwehrhaus, dem Waschen der Schläuche, Putzen der Ausrüstung und Wieder-Aufrüsten der Fahrzeuge, konnte der Einsatz um ca. 21:30 nach mehr als 25 Stunden beendet werden.

Anwesende Einsatzkräfte: ca. 200
Beteiligte Feuerwehren (Al.St. 3): Aham, Bachmehring, Freiham, Schönberg, Amerang, Wasserburg, Babensham, Edling, Schonstett, Penzing, Evenhausen, KBM Kratz, KBM Hangl, KBI Wimmer, UG-ÖEL
Rettungsdienst: ca. 10 RTW's, 3-5 Notärtzte, OrgL, San-ELW 2
Polizei: Pol Wasserburg, Kripo Rosenheim, LKA München.


Video, welches ein Nachbar mit seiner Handy-Kamera aufgenommen hat, inklusive der Gasflaschenexplosionen....einfach nur extrem. Wir sind zu diesem Zeitpunkt schon vor Ort, unsere Sirene ertönt nur nochmals, weil die Alarmstufe auf 3 erhöht wurde und alle darin beteiligten Wehren erneut alarmiert wurden.












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